Mein Gesicht und meine Geschichte

Ich habe schon immer gern geschrieben: schon als Kind saß ich am Schreibtisch und schrieb Briefe, Gedichte, Glückwunschkarten und kleine Geschichten. Und las, was das Zeug hielt. Den Berufswunsch „Schriftstellerin“ hielten meine Eltern allerdings für utopisch („damit verdient man kein Geld!“).

Auch wenn ich später immer wieder für meine Schreibe gelobt wurde – sei es in der Schule für Aufsätze und Beiträge für die Schülerzeitung, später im Beruf für Marketingtexte und Ansprachen für offizielle Anlässe, für Beiträge in Zeitschriften oder die Redaktion und textliche Überarbeitung eines Fahrradreiseführers, und heute für meinen Blog – kurz: mich das Schreiben immer begleitet hat, hat es eine Weile und viele Umwege gebraucht, bis mir klar wurde: ich möchte selbständig mit meiner „Schreibe“ Geld verdienen.

Natürlich könnte ich hier jetzt genau aufschreiben, was ich alles kann und über welche Diplome ich verfüge, aber das würde mich nicht hinreichend beschreiben. Bin ich doch viel mehr als alles, was ich je gelernt habe. Andererseits wäre ich ohne all das jetzt nicht hier.

Deshalb doch erst ein paar „Hardfacts“: ich habe an der Universität St. Gallen (HSG) in der Schweiz Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Tourismus und Verkehr, Marketing und Psychologie studiert (Abschluss als Master). Danach folgen Berufsjahre am Institut für Tourismuswirtschaft in Luzern (Mitarbeit an einem Forschungsprojekt zu Sportgroßveranstaltungen), bei der Schweizer Bundesbahn (Marketingverantwortliche für die Region Nordwestschweiz), bei SBB Cargo (Unternehmenskommunikation) mit internen und externen Weiterbildungen in den Bereichen Kommunikation, Projektmanagement und Lehrlingsausbildung. Nach einem „Ausflug“ in die Welt der Pädagogik steht fest: ich werde selbständig. Erst mit Kunst und Kunsthandwerk, dann mit „Worten“. Um auch virtuell fitter zu werden, absolviere ich 2018 noch eine Ausbildung zum Social Media Manager. (Vielleicht hierzu noch eine kleine Geschichte: nachdem ich mir immer gewünscht hatte, einmal in der Unternehmenskommunikation eines großen Unternehmens zu arbeiten und dieser Wunsch dann auch in Erfüllung ging, hatte ich dort ohne „richtige“ Kommunikationsausbildung, wie alle anderen sie hatten, ein Akzeptanzproblem bei meinen neuen Kolleginnen und Kollegen. Der damalige Kommunikationschef hatte mich vor allem deshalb angestellt, weil er meine Arbeitsweise und mein Kommunikationstalent aus meiner vorherigen Position kannte und schätzte und er durchaus der Meinung war, dass ich das nötige Können für die ausgeschriebene Stelle mitbrachte. Deshalb habe ich mich dann doch ein bisschen gewundert, als bei unserem ersten Arbeitsgespräch vorschlug, dass ich noch eine interne Weiterbildung im Kommunikationsbereich absolvieren sollte, aber vor allem habe ich mich über seine Worte dazu gewundert. Er hat nämlich gesagt: „Eigentlich machst Du das ja schon intuitiv alles richtig, aber es geht darum, dass Du dafür nun auch noch ein entsprechendes „Papier“ bekommst…!)

Doch was mich vermutlich weitaus mehr kennzeichnet, ist meine Lust, Menschen mit Worten zu verzaubern, um die genau passende Formulierung zu ringen, alles Unnötige weg zu lassen und beim Schreiben so richtig im Fluss zu sein – eben genau das zu tun, was ich am liebsten tue und am besten kann. Was mich ebenfalls auszeichnet sind meine rasche Auffassungsgabe, ich bin gut organisiert und sorge bei Projekten für die nötige Struktur – alles sehr hilfreich für die selbständige Arbeit zuhause.

Und wenn ich nicht am Schreiben bin? Dann findet man mich in der Natur: im eigenen Garten, beim Bogenschießen oder beim Motorradfahren.

Wer noch wissen möchte, wie der Name „NicolettaSamira“ entstanden ist – hier geht es zum Blogbeitrag dazu: https://nicolettasamira.wordpress.com/2018/02/09/erster-blogbeitrag/